Gundam Rogue Orbit: Kurzweiliges Mecha-Gekloppe für Neueinsteiger | gamescom2026
Mit Gundam Rogue Orbit geht die Mecha-Reihe weiter. Auf der Gamescom durften ich bereits einen kleinen Blick auf den Action-Titel erhaschen und war durchaus mehr angetan als gedacht.
Gundam als Franchise war mir persönlich immer zu groß. Die unzähligen verschiedenen Serien, Filme, und auch Spiele in unterschiedlichen Zeitlinien sind für Neulinge massiv einschüchternd. Dementsprechend skeptisch war ich gegenüber dem Hands-on von Gundam Rogue Orbit, immerhin soll der neue Titel in der Main-Timeline spielen. Aber das scheint im ersten Moment gar nicht so wichtig zu sein, denn in erster Linie haben die zwei Missionen, die wir anspielen durften, ziemlich viel Spaß gemacht.
Das lag vor allem an daran, wie flott alles ging. Ein ausführliches Tutorial ist nicht nötig, um die Steuerung einigermaßen drauf zu haben, wenn man in den letzten Jahren mal Hand an ein Action-Spiel gelegt hat. Mit einem von drei Loadouts durften wir uns entweder durch eine Horde kleinerer Gegner hauen, bis ein größerer Kontrahent auftauchte, oder direkt einen größeren und episch inszenierten Bossfight stellen. Nach 10 Minuten war der Spaß dann rum und es ging weiter.
Level mäh, Boss-Kämpfe yay!
Ersteres hatte eher etwas von den Dynasty Warrior-Spielen, von denen Gundam auch bereits Ableger hatte. Ihr seid in eurem Mech viel zu stark, als dass kleinere Monster euch groß etwas anhaben könnten. Zwar wurden auch Fernkampf-Einheiten eingeführt, einfache Bewegungen nach links oder rechts reichten zum Ausweichen allerdings aus. Auch das Trefferfeedback fehlte hier etwas. Die verschiedenen Attacken sahen zwar cool aus, aber die Wucht hat sich nicht wirklich übertragen.
Das war bei den größeren Kämpfen allerdings ganz anders. Hier erschien jeder Schlag mit Lanze oder Schwert wie mit der Wucht eines Dampfhammers ausgeführt. Die verschiedenen kleineren Gegner-Phasen sorgten für etwas Taktik, anstatt dass man einfach nur wild drauf losstürmen konnte. Dass Monster Hunter-like verschiedene Körperteile für massiven Schaden angreifbar waren, half ebenfalls in diesem Aspekt. Das sind alles keine großartigen Neuerungen, bildeten zusammen aber einen spaßigen Gameplay-Kern, der vor allem auch von der effektreichen Präsentation profitierte.
Leider konnten wir den scheinbaren Kern von Rogue Orbit allerdings nicht ausprobieren. Es wurde viel Wert darauf gelegt, dass ihr euren Gundam komplett individuell gestalten könnt und somit auch anpasst, wie ihr in die Schlacht zieht. Für das Hands-on gab es aber lediglich vorgefertigte Mechs, die sich immerhin unterschiedlich genug spielten, um die Experimentierfreudigkeit anzuregen.
Nach der rund halben Stunde, die ich mit dem neuesten Gundam-Spiel verbracht habe, bin ich doch etwas interessierter. Ein Boss-Rush-Modus wäre vielleicht nicht verkehrt, immerhin handelte es sich hierbei um die klaren Highlights der (kurzen) Demo. Viel wird am Ende davon abhängen, wie sich die Level abseits dessen gestalten. Aber selbst wenn die normalen Gegner nur Kanonenfutter sind, hatte ich doch genügend Spaß damit, mich da durch zu schnetzeln. Wenn hier also etwas Abwechslung reinkommt und die versprochenen Anpassungs-Optionen mithalten, haben wir hier ein kurzweiliges Action-Vergnügen und vielleicht sogar einen schönen Startpunkt für neue Gundam-Fans vor uns.
Videospiele sind neben Filmen das Hobby, welches Matthias Holm schon am längsten durch sein Leben begleitet. Angefangen mit dem Gameboy, entdeckte er seine Liebe für Konsolengaming, als die erste Playstation Einzug in den Haushalt fand. Heute reizen ihn vor allem Roguelikes und (japanische) Rollenspiele.
