Paradox, Plastik und Planung: LEGO Skylines angespielt

Eine LEGO-Städtebausimulation ist eine so narrensichere Idee, dass ich mich frage, warum LEGO und Paradox Interactive da nicht schon früher drauf gekommen sind.

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Es scheint eindeutig: die bunte, detaillierte LEGO-Ästhetik kombiniert mit Paradox’ beliebtem Cities: Skylines-Gameplay. Doch LEGO Skylines ist nicht unbedingt genau das, was ihr euch darunter vorstellt. Dafür ist das Spiel eher als Cozy-Game von den Entwickler*innen angedacht. Übersetzt heißt das also: weniger Tiefe und Optimierungsdruck, mehr frei nach Schnauze.

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Gänzlich ohne Planung geht es aber auch nicht. Ab der ersten gesetzten digitalen Kunststoff-Hütte merkt ihr nämlich: Das wird ganz schön umfangreich. Auch hier müsst ihr zum Beispiel Straßen so bauen, dass jedes Gebäude auch eine Zufahrt hat, und schauen, dass der Verkehr sich an Engpässen nicht staut. Außerdem haben die Bewohner*innen eurer Stadt Wünsche und Bedürfnisse, die bei Nichterfüllung zu weniger Steuern in euren Kassen führen. Allzu stressig und bestrafend, soll sich das Ganze aber nicht anfühlen. Die Progression im Spiel erfolgt nämlich über ein Levelsystem, bei dem ihr Erfahrungspunkte schon einfach nur für das Bauen an sich bekommt.
Mit dem enormen Umfang meinte ich daher auch eher die vielen Anpassungsmöglichkeiten.

Choice Paralysis – Das Spiel

Jedes Gebäude hat diverse Stile, aus denen ihr wählt. Ein normales Wohnhaus kann wie ein moderner weißer Klotz oder aber beispielsweise wie eine verwunschene Hexenvilla aussehen. Im späteren Spielverlauf gibt es zusätzlich eine freie Farbgestaltung obendrauf. Und auch das Gelände um die Bauten herum lässt sich reich verzieren, von den unterschiedlichen Karten mal ganz abgesehen. Und sogar die Fesseln des Gitters sprengen wir, denn es kann auch diagonal gebaut werden. Auch die Steuerung ist intuitiv genug, um schnell loslegen zu können. Wirklich alles am Spiel schreit einfach nach Spaß am Bauen.

Laut den Entwickler*innen ist das aber auch genau das Ziel, und hier zitiere ich: „Den zugänglichsten und am meisten anpassbaren City-Builder auf dem Markt zu veröffentlichen.“

Vielleicht fragt ihr euch jetzt genau wie ich: Werden wir auch eigene Kreationen Stein für Stein bauen können? Im Preview-Build sah besonders ein Menüpunkt mit dem Titel „My Content” nämlich stark danach aus. Die Frage wollten mir die Entwickler*innen allerdings nicht abschließend beantworten. Naja, das ist immerhin kein Nein.

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Die Story, welche bei Release sogar voll vertont sein soll, kommt mir für alle, die einfach nur ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, eher zweitrangig vor. Für jüngere Zielgruppen könnte sie aber durchaus eine Hilfestellung sein. Und falls sie einen ähnlich charmanten Humor, wie andere LEGO-Spiele vorweisen sollte, könnte sie auch mich abholen.

Vorsichtiger Optimismus

Das größere Sorgenkind ist die Performance. Die läuft je nach Setup noch nicht ganz rund, allerdings jetzt schon besser als der desaströse Start von Cities: Skylines 2. Eine ähnlich holprige Veröffentlichung ist auch nicht zwingend zu erwarten. Hinter LEGO Skylines stecken nämlich die finnischen Iceflake Studios, die die Verantwortung für die Cities-Reihe erst seit Anfang 2026 tragen.

Des Weiteren wurde von den Entwickler*innen darauf hingewiesen, dass es sich bei der Testversion um einen Beta-Build des Spiels handelt und sich an Designs, dem Gameplay und der Performance noch einiges ändert. Ein Release-Termin steht jedenfalls noch aus.

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LEGO Skylines

Iceflake Studios
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