29 Spiele an einem Tag: Entwickler flutet Steam mit Early-Access-Titeln

Steam hat ein Early-Access-Problem

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Die Zahl der Spiele, die jährlich auf Steam veröffentlicht werden, wächst jedes Jahr bedeutend an. Dafür gibt es natürlich eine ganze Menge verschiedener Gründe. Immer mehr Menschen finden etwa Gefallen an der Spieleentwicklung, die nötigen Tools werden nutzerfreundlicher und auch das Early-Access-System hilft dabei, ein Spiel schnell zu veröffentlichen.

Manche Studios scheinen rund um Early Access sogar eine richtige Geschäftsstrategie entwickelt zu haben. Darunter etwa Hard Shark Games, welche am 14. September ganze 29 Spiele auf Steam veröffentlicht haben. Die befinden sich allesamt im Early Access, „um die Community von Anfang an dabei zu haben“, bedienen verschiedene Genres wie Racing, 2D-Plattformer, Horror und viele andere, und setzen laut der offiziellen Steam-Beschreibung allesamt auf KI beim Cover-Artwork.

Hard Shark Games scheint diese Strategie bereits seit Längerem zu verfolgen. So veröffentlichte die Firma – die bei allen Projekten übrigens sowohl als Publisher als auch als Entwickler gelistet ist – auch im März 2025 bereits 29 Spiele, ebenfalls allesamt im Early Access.

Für viele der Spiele veröffentlicht Hard Shark Games wenige Tage nach Veröffentlichung ein Update, welche die gleichen „Probleme“ behebt. Starship Fighters, Sky Combat und Streets of Rageness (lol) erhielten etwa am 5. März 2025 innerhalb weniger Minuten ein Update, welches „Kernsysteme optimiert, was zu einem flüssigeren Spielablauf und einer um bis zu 10 Prozent besseren Gesamtleistung führt, insbesondere bei längeren Spielesitzungen.“

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Zum Repertoire von Hard Shark Games gehört auch der Speedboat Simulator

Nach diesen Updates wird es dann jedoch recht ruhig um die Spiele und man kann wohl von ausgehen, dass die Entwicklung hier quasi eingestellt wurde. Hard Shark Games gibt schließlich an, dass sie KI lediglich für das Cover-Artwork verwenden, und solange das Studio nicht mehrere Hundert Mitarbeiter beschäftigt, dürfte es recht schwierig sein, die ganzen Spiele gleichzeitig zu entwickeln.

Hier stellt sich natürlich die Frage, was das Ganze überhaupt soll. Ein Spiel auf Steam zu veröffentlichen, kostet bekanntermaßen 100 Euro. Für die Veröffentlichungen am 14. September hat Hard Shark Games also ganze 2.900 Euro auf den Tisch gelegt. Leider lässt sich nicht einsehen, wie viel Geld der Publisher mit den einzelnen Spielen verdient. Seiten wie impress.games geben aber zumindest eine grobe Schätzung basierend auf den Steam-Reviews ab.

Zu Bar Darts Simulator gibt es etwa keine Reviews, weswegen der Publisher hiermit schätzungsweise 0 Euro verdient hat. Mit Supermarket Life Simulator könnte Hard Shark Games hingegen bis zu 800 Euro verdient haben. Die Strategie scheint hier also zu sein, so viele Spiele wie möglich zu veröffentlichen und zu hoffen, dass genügend Geld zusammenkommt, um die Entwicklungskosten und Steam‑Gebühren aufzufangen.

Ob bei der Entwicklung doch mehr KI zum Einsatz kommt als angegeben, ist nicht bekannt. Hard Shark Games kauft jedoch auf jeden Fall diverse Assets aus dem Unity-Store. Für Supermarket Life Simulator kommt etwa Checkout Frenzy – Convenience Store Simulator zum Einsatz und aus irgendwelchen Gründen hat sich in die Steam-Seite von Axe Slasher ein Bild von Kratos eingeschlichen. Damit sich diese Flut an Spielen überhaupt lohnt, muss Hard Shark Games im Durchchnitt also weitaus über 100 Euro pro Spiel verdienen.

Leider lässt es sich nur schwer einschätzen, wie profitabel diese ganze Operation für Hard Shark Games ist, doch da der Publisher mittlerweile ganze 217 Einträge auf Steam hat, kann man wohl darauf schließen, dass es zumindest lohnend genug ist, um konstant neue Spiele zu veröffentlichen.

Für User auf Steam bedeutet das im Endeffekt, dass es immer schwieriger wird, in der Flut an neuen Veröffentlichungen wirklich interessante Spiele zu finden.

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