Tropico 7: Fokus auf das Volk | gamescom 2026
Die beliebte Aufbaureihe geht noch weiter ins Detail. Grund dafür: Die Untertanen von El Prez.
Tropico besticht seit jeher durch seinen nicht immer ganz politisch korrekten Humor, der aber ein durchaus kompetentes Aufbauspiel umrahmt. Gaming Minds Studios, die unter anderem durch die beiden Railway Empire-Spiele zu Bekanntheit kamen, nehmen sich jetzt dem inzwischen siebten Teil der Reihe an. Bei der Gamescom gab es eine kleine Hands-off-Präsentation, die vor allem eine Sache in den Vordergrund rückte: Den gläsernen Bürger.
Denn das Feature, auf welches die Entwickler*innen besonders stolz zu sein scheinen, ist die Simulation der verschiedenen Insel-Bewohner*innen. Sie alle haben einen Tagesablauf, natürlich ihre Bedürfnisse, werden aber allesamt einzeln zu jeder Zeit berechnet. Deswegen gäbe es auch eine ungefähre Grenze von 15.000 Menschen, danach wird es scheinbar ruckelig. Es war beeindruckend zu sehen, wie man auf jeden NPC klicken konnte, um zu sehen, wie deren Stammbaum aussah, wo die Person wohnt, welche Bedürfnisse sie hat und welcher politischen Richtung sie angehört.
Welchen Erlass wollen sie heute durchsetzen, El Prez?
Letzteres ist vor allem für euch als Despot, pardon, „Anführer“ wichtig. Immerhin müsst ihr entscheiden, welchen Führungsstil ihr eher fahren wollt. Soll eure Insel zum Utopia für naturverbundene Menschen werden? Wird viel Geld in wissenschaftlichen Fortschritt investiert? Oder setzt ihr eure Meinung dank militärischer Dauerpräsenz um? Dafür helfen euch allerhand unterschiedliche Gebäude sowie Erlasse, die euch in dem jeweiligen politischen Quadranten Vorteile verschaffen. Solltet ihr allerdings eure Meinung später ändern und einen anderen Weg einschlagen wollen, gehen diese allerdings verloren.
Eure Berater für die verschiedenen Gruppen sowie die Kontakte in andere Länder sind Karikaturen. Hier kommt der angesprochene Humor zum Tragen, der sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird. Ob sich dies auf den restlichen Spielverlauf auswirkt, muss sich noch zeigen. Dass man natürlich einfach so Leute auf der Straße erpressen kann oder einen „Unfall“ inszeniert, ist genauso absurd, passt aber zum Image von El Prez.
Ein weiteres neues Feature ist das Terraforming. Ihr könnt eure Insel in einem gewissen Rahmen noch anpassen, Berge erschaffen oder Seen platzieren. Das kostet aber eine Menge Geld und ist somit eher Endgame-Content. Um die Spieler*innen bei der Stange zu halten, wird es mehrere Kampagnen, Szenarien und verschiedene Sandbox-Maps geben. Ob diese Neuerungen reichen, um die Aufbau-Freunde zu beglücken, erfahren wir ab dem 28. Januar, wenn der Tropico 7 für PC, Xbox Series X/S und PS5 erscheint.
Videospiele sind neben Filmen das Hobby, welches Matthias Holm schon am längsten durch sein Leben begleitet. Angefangen mit dem Gameboy, entdeckte er seine Liebe für Konsolengaming, als die erste Playstation Einzug in den Haushalt fand. Heute reizen ihn vor allem Roguelikes und (japanische) Rollenspiele.
